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	<title>Richtlinien Archive - CEOsBay</title>
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	<title>Richtlinien Archive - CEOsBay</title>
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		<title>SOAP &#8211; Effiziente Möglichkeit, um Daten zwischen Systemen zu übertragen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[CEO]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Mar 2023 17:16:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>SOAP (Simple Object Access Protocol) ist ein Netzwerkprotokoll, mit dessen Hilfe man Daten zwischen Systemen austauschen und RPC’s (Remote Procedure Calls) durchführen kann. SOAP ist ein industrieller Standard des World Wide Web Consortiums (W3C). Es &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ceosbay.com/2023/03/23/erklaerung-soap/">SOAP &#8211; Effiziente Möglichkeit, um Daten zwischen Systemen zu übertragen</a> erschien zuerst auf <a href="https://ceosbay.com">CEOsBay</a>.</p>
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<p>SOAP (Simple Object Access Protocol) ist ein Netzwerkprotokoll, mit dessen Hilfe man Daten zwischen Systemen austauschen und RPC’s (Remote Procedure Calls) durchführen kann. SOAP ist ein industrieller Standard des World Wide Web Consortiums (W3C).</p>



<p>Es stützt sich auf <a href="https://ceosbay.com/2022/12/27/erklaerung-xml/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">XML</a> zur Repräsentation der Daten und auf Internet-Protokolle der Transport- und Anwendungsschicht zur Übertragung der Nachrichten. Die gängigste Kombination ist SOAP über https (Hypertext Transfer Protocol) und TCP (Transmission Control Protocol). Man kann SOAP auch über das SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) oder JMS (Jakarta Messaging) verwenden.</p>



<p>Die mit der Nachricht übermittelten Nutzdaten man nicht zwingend in <a href="https://ceosbay.com/2022/12/27/erklaerung-xml/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">XML</a> senden. Andere Formate wie Base64 oder CSV sind ebenfalls möglich. Seit Version 1.2. nutzt man die Abkürzung SOAP offiziell nicht mehr als Akronym, da es erstens (subjektiv) keineswegs einfach (Simple) ist und zweitens nicht nur dem Zugriff auf Objekte (Object Access) dient.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kurze Zeitreise</h3>



<p>SOAP entstand aus der Weiterentwicklung der Spezifikation für <a href="https://ceosbay.com/2022/12/27/erklaerung-xml/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">XML</a>-RPC im Jahr 1998. Hauptverantwortlicher Software-Entwickler damals Dave Winer und seine Firma UserLand Software in engem Austausch mit Microsoft. Dave Winter ist übrigens auch für <a href="https://ceosbay.com/2022/12/28/erklaerung-rss/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">RSS</a> 2.0 verantwortlich. Einen Beitrag über <a href="https://ceosbay.com/2022/12/28/erklaerung-rss/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">RSS</a> findet man <a href="https://ceosbay.com/2022/12/28/erklaerung-rss/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</p>



<p>Im Jahr 1999 fand die Veröffentlichung der Version 1.0 von SOAP statt. Dies stellt unter Anderem den Zeitpunkt dar, an dem die Entwicklung mehr Unterstützung fand. Vor allem hat sich IBM im Jahr 2000 der Entwicklung angeschlossen, was dazu führte, dass IBM, Microsoft, DevelopMentor (Don Box) und UserLand Software (Dave Winer) die Spezifikation von SOAP 1.1 beim World Wide Web Consortium (W3C) einreichten. Dabei hat man das Ziel verfolgt, eine Arbeitsgruppe zu gründen, die SOAP weiterentwickeln sollte. Das Ergebnis dieser Arbeitsgruppe ist SOAP Version 1.2, empfing im Juni 2003 die Anerkennung als recommendation (Empfehlung).</p>



<p>Wie zu Beginn des Beitrags erwähnt, hat man SOAP nicht mehr als gebräuchliche(s) Akronym bzw. Abkürzung verstanden. Der Hauptgrund dafür ist die Tatsache, dass sämtliche Deutungen für SOAP, wie Simple Object Access Protocol oder Service Oriented Architecture Protocol, nicht mehr den vollständigen Sinn von SOAP trafen. Dies ermöglichte die Anmeldung von SOAP als Markennamen in den USA.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie funktioniert SOAP?</h3>



<p>SOAP ist wie zuvor beschrieben, ein Protokoll zum Austausch <a href="https://ceosbay.com/2022/12/27/erklaerung-xml/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">XML</a>-Information-Set-basierter Nachrichten über ein Rechnernetz und hat den Status einer W3C-Empfehlung. Es stellt Regeln für das Nachrichtendesign auf. Regelt, wie Daten in der Nachricht abzubilden und zu interpretieren sind. Es gibt eine Konvention für entfernte Prozeduraufrufe mittels SOAP-Nachrichten vor. SOAP macht keine Vorschriften zur Semantik applikationsspezifischer Daten, die man gegebenenfalls versendet möchte, sondern stellt ein <a href="https://ceosbay.com/2022/11/14/erklaerung-frameworks/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Framework</a> (Siehe meinen Beitrag) zur Verfügung, welches erlaubt, dass man beliebige applikationsspezifische Informationen übertragen kann. </p>



<p>Man kann SOAP für entfernte Prozeduraufrufe ebenso nutzen wie für einfache Nachrichtensysteme. Zum Senden von Nachrichten kann man beliebige Transportprotokolle verwendet. Dazu gehören beispielsweise FTP, SMTP, https oder auch JMS. Aus Gründen der Kompatibilität nutzt man in der Praxis hierzu gängige Netzwerk-Architekturen. Auch ist mittels https die verschlüsselte Übertragung von SOAP-Nachrichten möglich. Das ermöglicht jedoch keine End-to-End-Verschlüsselung. Dies kann man durch WS-Security erreichen. Die Einbindung erfolgt lediglich auf der Ebene der Nachrichten und nicht auf der des unterliegenden Transportprotokolls. Folglich ist es so, dass man das <a href="https://ceosbay.com/2022/12/27/erklaerung-xml/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">XML</a> Information Set der SOAP-Anfrage bei Nutzung von https(S) im Body eines https POST Requests als <a href="https://ceosbay.com/2022/12/27/erklaerung-xml/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">XML</a> an eine gegebene URL schickt.</p>



<p>In der Regel setzt man SOAP da ein, wo der direkte Zugang fremder Systeme zu einer Informationsquelle nicht sinnvoll erscheint. Dies kann sowohl an Kompatibilitätsproblemen zwischen verschiedenen Anwendungsarchitekturen liegen aber auch an diversen Sicherheitsaspekten. So kann man einen (partiellen) Zugriff auf eine Datenbank ermöglichen, ohne dem Anwenderprogramm den direkten Zugang zu ermöglichen. Die Menge der ausführbaren Methoden reglementiert und definiert man über die SOAP-Schnittstelle.</p>



<p>Die Kommunikation mit SOAP ermöglicht die Kopplung von Systemen. Der offene Entwurf ermöglicht jedoch lediglich den Aufbau schwach gekoppelter Systeme. Die Flexibilität des Konzeptes erkauft man sich durch die Nachteile beim Übertragungsvolumen und Rechenaufwand. Dies kann teuer werden, da man das <a href="https://ceosbay.com/2022/12/27/erklaerung-xml/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">XML</a>-Dokument beim Sender zunächst aufbaut und anschließend validiert. Das Konzept verfolgt eigentlich das Ziel eines leichtgewichtigen Protokolls. </p>



<p>Doch durch den flexiblen Einsatzbereich führt die zu übertragende Datei eine Reihe von Metadaten mit sich, die bei der Konstruktion des <a href="https://ceosbay.com/2022/12/27/erklaerung-xml/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">XML</a>-Dokuments weiter anwächst. So führt beispielsweise das einfache Versenden von „Wahr“ oder „Falsch“ zu einem Datenvolumen von mehreren hundert Bytes. In einem stark gekoppelten System sollte dafür theoretisch ein Bit reichen. </p>



<p>Durch die Möglichkeit des flexiblen Aufbaus des Dokuments kann man jedoch auch komplexe Transaktionen in einer Anfrage atomar zusammenfassen, während man in stark gekoppelten Systemen hierzu oftmals mehrere Anfragen erstellen muss. Dies verbessert das Nutzlastverhältnis (Nutzdaten zu Meta-Daten) und den Kommunikationsaufwand (für den Aufbau einer Verbindung, nur ein Senden/Empfangen).</p>



<p>SOAP unterscheidet zwischen dem endgültigen Empfänger und den Zwischenempfängern. Dies ermöglicht es, eine Nachricht über verschiedene „Hops“ zu schicken, bei denen man sogar verschiedene Transportprotokolle verwendet. Beispielsweise kann man zum ersten Hop die Nachricht mittels <a href="https://ceosbay.com/2023/03/16/erklaerung-java/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Java</a> Message Service schicken, im Anschluss über E-Mail und schließlich dem Empfänger mittels https weitergeben. Der Absender muss über die Zwischenhops keine Information haben, die Middleware jedoch schon.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie ist eine SOAP-Nachricht aufgebaut?</h3>



<p>Eine minimale SOAP-Nachricht besteht aus einem Envelope genannten Element, dem man einen lokalen Namen zuweisen muss. Dieses Element referenziert mittels eines Namensraum-Attributes auf https://www.w3.org/2003/05/soap-envelope. Child dieses Elements muss ein Body-Element sein. Optional kann zuvor ein Header-Element stehen. In diesem kann man Meta-Informationen, beispielsweise zum Routing, zur Verschlüsselung oder zu Transaktionsidentifizierung, unterbringen. Im Body-Element sind die eigentlichen Nutzdaten untergebracht. Dies sieht dann folgendermaßen aus:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>&lt;?xml version="1.0"?&gt;
&lt;s:Envelope xmlns:s="https://www.w3.org/2003/05/soap-envelope"&gt;
    &lt;s:Header&gt;
    &lt;/s:Header&gt;
    &lt;s:Body&gt;
    &lt;/s:Body&gt;
&lt;/s:Envelope&gt;</code></pre>



<p>Innerhalb des Body-Elements können sowohl Informationen zum Datenaustausch als auch Anweisungen für einen entfernten Prozeduraufruf stehen. Dies ist vom Empfänger entsprechend zu interpretieren.</p>



<p>Im Header gibt man den nächsten Hop (intermediary) und den endgültigen Empfänger (ultimate recipient) an. Ein intermediary kann beispielsweise die Nachricht verschlüsseln, sie loggen oder die Nachricht aufteilen. Ersteres erlaubt es, dass die Anwendungslogik sich nicht um die Sicherheit der Nachricht kümmern muss. Darum kümmert sich die Middleware. Was eine Middleware ist, erkläre ich in einem anderen Beitrag. Die Möglichkeit, dass Intermediaries beliebige Dinge tun können, ermöglicht EAI (Enterprise Application Integration).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p>Viele Altsysteme verwenden möglicherweise noch SOAP. In der Vergangenheit war es auch die Lösung schlechthin. Heute ist es eher <a href="https://ceosbay.com/2022/12/23/erklaerung-rest/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">REST</a>, welches zum Einsatz kommt und in webbasierten Szenarien häufig als die schnellere Alternative gilt.</p>



<p>Zusammengefasst kann man sagen, dass <a href="https://ceosbay.com/2022/12/23/erklaerung-rest/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">REST</a> aus einer Reihe von Richtlinien für eine flexible Implementierung besteht und SOAP ein Protokoll mit spezifischen Anforderungen wie <a href="https://ceosbay.com/2022/12/27/erklaerung-xml/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">XML</a>-Messaging ist.</p>



<p><a href="https://ceosbay.com/2022/12/23/erklaerung-rest/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">REST-APIs</a> sind schlank und daher ideal für moderne Anwendungen geeignet, wie das Internet of Things (IoT), mobile Anwendungen und Serverless Computing. SOAP-Webservices bieten zwar integrierte Sicherheit und Transaktions-Compliance, die vielen Unternehmensanforderungen entspricht, doch die Erstellung und Wartung ist wesentlich aufwändiger. Darüber hinaus folgen auch viele öffentlich zugängliche APIsheutzutage, den REST-Richtlinien.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ceosbay.com/2023/03/23/erklaerung-soap/">SOAP &#8211; Effiziente Möglichkeit, um Daten zwischen Systemen zu übertragen</a> erschien zuerst auf <a href="https://ceosbay.com">CEOsBay</a>.</p>
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		<title>SonarQube &#8211; Das Code-Qualitätsmanagement-Tool</title>
		<link>https://ceosbay.com/2023/03/17/erklaerung-sonarqube/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[CEO]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Mar 2023 16:12:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>SonarQube früher Sonar, ist eine Plattform für die statische Analyse und Bewertung der technischen Qualität von Quelltext bzw. Code. SonarQube analysiert den Quelltext hinsichtlich verschiedener Qualitätsmerkmale und stellt die Ergebnisse über eine Website dar. SonarQube &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ceosbay.com/2023/03/17/erklaerung-sonarqube/">SonarQube &#8211; Das Code-Qualitätsmanagement-Tool</a> erschien zuerst auf <a href="https://ceosbay.com">CEOsBay</a>.</p>
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<p>SonarQube früher Sonar, ist eine Plattform für die statische Analyse und Bewertung der technischen Qualität von Quelltext bzw. Code. SonarQube analysiert den Quelltext hinsichtlich verschiedener Qualitätsmerkmale und stellt die Ergebnisse über eine Website dar. SonarQube ist in <a href="https://ceosbay.com/2023/03/16/erklaerung-java/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Java</a> programmiert, unterstützt aber neben der Analyse von <a href="https://ceosbay.com/2023/03/16/erklaerung-java/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Java</a>-Anwendungen mit entsprechenden Plugins unter anderem die Programmiersprachen <a href="https://ceosbay.com/2022/11/12/javascript/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">JavaScript</a>, Groovy, Flex, PHP, PL/SQL, C#, Cobol und die des .Net-Frameworks.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie funktioniert SonarQube?</h3>



<p><strong>SonarQube besteht aus drei Komponenten</strong></p>



<ol class="wp-block-list" type="1">
<li>Einem Modul für Build-Management-Tools wie <a href="https://ceosbay.com/2022/12/22/erklaerung-maven/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Apache Maven</a> oder Apache Ant. (Hauptsächlich für die Analyse des Quelltextes hinsichtlich verschiedener Qualitätsmerkmale.)</li>



<li>Einer Datenbank, für Speicherung der Ergebnisse der Qualitätsanalyse.</li>



<li>Einer Website für die visuelle Darstellung, Auswertung und das Management der Qualitätsanalyse-Ergebnisse.</li>
</ol>



<p>Durch diese Architektur kann man sowohl eine Prüfung des Quelltextes auf dem Entwicklungsrechner ermöglichen als auch eine Einbindung von SonarQube in den Entwicklungsprozess gewährleisten. Dies unterstützt die Ermittlung der Qualitätsmetriken auf einem Build-Server für die kontinuierliche Integration.</p>



<p>SonarQube analysiert den Quelltext hinsichtlich der Abdeckung durch Modultests, checkt den Quellcode nach doppeltem Code und in Bezug auf die Komplexität. Auch werden unter anderem potenzielle Fehler im Code, Kodier-Richtlinien als auch Kommentare überprüft.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Modularer Aufbau und Erweiterungen</h3>



<p>SonarQube ist modular aufgebaut und integriert selbst einige bekannte Entwicklungswerkzeuge zur Analyse der Codequalität, darunter PMD und Checkstyle für die Erkennung von doppeltem Code für die Prüfung von Kodier-Richtlinien. Damit wird unter anderem auch nach ineffizientem Code gesuche. FindBugs dient beispielsweise zum Aufdecken potenzieller Fehler sowie Surefire und Cobertura zur Messung der Qualität der Modultests.</p>



<p>Diese Werkzeuge nutzen entsprechend ihrer Natur und Einsatzgebiete Metriken, um die jeweiligen Auswertungen bzw. Statistiken zu erzeugen. Der Name „Metrik“ trägt jedoch wenig Bedeutung von dem in sich, was eine Metrik ausmacht. Schlägt man nämlich nach woher der Name kommt, landet man im Lateinischen: „ars metrica„, die Lehre von den Maßen. Fragt man jedoch das Institute of Electrical and Electronics Engineers, was eine Softwaremetrik ist, erhält man folgende Antwort:</p>



<p>„software quality metric: A function whose inputs are software data and whose output is a single numerical value that can be interpreted as the degree to which software possesses a given attribute that affects its quality.“ „Eine Softwarequalitätsmetrik ist eine Funktion, die eine Software-Einheit in einen Zahlenwert abbildet, der als Erfüllungsgrad einer Qualitätseigenschaft der Software-Einheit interpretierbar ist.“ – IEEE Standard 1061, 1998</p>



<p>Folglich bedeutet dies, dass es sich bei einer Metrik am Ende des Tages um eine Funktion handelt, die für beliebige Eingaben Zahlen erzeugt. Die Beschaffenheit ist so, dass sie, nur so&nbsp;</p>



<p>lange sie von derselben Funktion erzeugt wurden, vergleichbar sind. Dadurch kann man Rückschlüsse auf die Eingabe mit Hinblick auf die Funktion erzielen.</p>



<p>Ein Beispiel dafür ist die McCabe-Metrik, auch zyklomatische Komplexität genannt. Diese sehr grundlegende Metrik berechnet die Anzahl der unterschiedlichen Pfade durch ein Stück Code. Die Formel ist relativ einfach: Es wird die Anzahl an Kontrollstrukturen wie if, while, case und boolescher Operatoren wie &amp;&amp; und || summiert und nochmals mit 1 addiert. Möchte man diese Information nochmals anhand eines Beispiels betrachten, sieht es folgendermaßen aus:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>String nameDesWochenTags(int nr) {
  switch(nr) {
    case 1: return "Montag";
    case 2: return "Dienstag";
    case 3: return "Mittwoch";
    case 4: return "Donnerstag";
    case 5: return "Freitag";
    case 6: return "Samstag";
    case 7: return "Sonntag";
  }
  return "";
}</code></pre>



<p>Diese relativ einfache Methode gibt den Namen eines Wochentages entsprechend seiner 1-indizierten Position innerhalb der Woche zurück. Ihre zyklomatische Komplexität beträgt 8. Zumal 1 + 7 x case. Dies ist ein verhältnismäßig hoher Wert. Ein Maximalwert von 10 gilt als allgemein akzeptiert und ausreichend erprobt. Um also die Komplexität dieser Methode zu verringern, findet eine Refaktorisierung statt, die folgendermaßen aussehen kann:</p>



<pre class="wp-block-code"><code>String nameDesWochenTags(int nr) {
  String&#91;] names = new String&#91;] {
    "Montag", "Dienstag", "Mittwoch",
    "Donnerstag", "Freitag", "Samstag",
    "Sonntag"
  };
  if(nr) &gt; 0 &amp;&amp; &lt;= names.length) {
    return names&#91;nr - 1];
  }
  return "";
}</code></pre>



<p>Die zyklomatische Komplexität dieser Methode beträgt 3. Zumal 1 + 1 x if + 1 x &amp;&amp;. Durch den unterschiedlichen Ansatz kann man die Komplexität verringern. Dennoch ist es relativ unstrittig, dass die erste Version leichter zu verstehen ist.</p>



<p>Will man nun also alle Tools gemeinsam benutzen, muss man alle konfigurieren und ihre Ergebnisse zusammenführen, damit sich ein Gesamtbild darstellen lässt. Außerdem kommt es dabei zwangsweise zu Dopplungen in ausgewerteten Metriken oder anderen Kennzahlen. PMD beispielsweise besitzt durch seinen relativ vagen Aufgabenbereich Überschneidungen im Hinblick auf Codestil mit checkstyle, während es aber auch genauso wie FindBugs auf toten Code achtet. An solchen und weiteren Stellen kann SonarQube Verbesserungen herbeiführen.</p>



<p>Neben der visuellen Anzeige der Ergebnisse der einzelnen Bereiche, ermöglicht SonarQube das Drill-Down der Ergebnisse bis auf die einzelne Metrik und Codezeile sowie die Verknüpfung der einzelnen Metriken sowie die Darstellung ihrer historischen Entwicklung in einer recht übersichtlichen grafischen Oberfläche.</p>



<p>Über einen ausgeklügelten Plugin-Mechanismus ist eine relativ einfache Integration von Erweiterungen möglich. Neben den Erweiterungen für die Analyse zusätzlicher Programmiersprachen gibt es Plugins für ergänzende Metriken, Governance, Schnittstellen zu Entwicklungsumgebungen, Visualisierungen, Integration sowie zur Berechnung der technischen Schuld(en).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p>Ich arbeite noch nicht so lange mit SonarQube. Um genau zu sein, habe ich es mir erst heute das erste Mal angeschaut. Zusammenfassend kann ich folgendes sagen:</p>



<p>Statistiken sind zwar interessant und es kann Spaß machen, sich diese anzuschauen, doch ist eine statische Codeanalyse erst dann wirklich vollständig, wenn ein Mindestmaß an Interpretation hineingeflossen ist.</p>



<p>Die Codeanalyse liefert ein gutes Gefühl für die Codebasis. Erst so kann man fundierte Aussagen darüber treffen, welche Bereiche des Projekts besonders gefährdet, instabil oder verbesserungsfähig sind.</p>



<p>Regelmäßige Analysen können die Teammotivation erhöhen. Eine positive Issuebilanz am Ende eines Sprints und aufwärtszeigende Historiengraphen sollten gute Treiber für eine Gruppe Entwickler und ein Beweis für die eigene Leistung sein.</p>



<p>Alles in allem sind Analyseergebnisse immer gut als Argumentationsgrundlage. Mit Hilfe der Projekthistorie, die eine Auswahl gut darstellbarer Kennzahlen beinhaltet, kann man vor Kunden oder Entscheidern besser über ein eventuell nötiges technisches Release diskutieren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ceosbay.com/2023/03/17/erklaerung-sonarqube/">SonarQube &#8211; Das Code-Qualitätsmanagement-Tool</a> erschien zuerst auf <a href="https://ceosbay.com">CEOsBay</a>.</p>
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